ÜBER DIE KOLLEKTION KAISERLICHE CHRYSANTHEME
Die Chrysantheme ist eine der am längsten vom Menschen kultivierten Blumen. In Ostasien gehört sie zu den beliebtesten Blumen überhaupt. Sie wird mit der Sonne assoziiert, an die ihre Blüte erinnert. Man nennt sie auch "Blume der Herbstsonne" (diese Kollektion hatte sogar den Arbeitstitel Herbstsonne, aber ich habe mich schließlich entschieden, ihn zu ändern, weil er dem Namen Herbstabend - einer älteren Kollektion mit japanischen Ahornbäumen - zu ähnlich war).

Bildquelle - Nationalgalerie Prag
Die Chrysantheme ist in China ein Symbol für Langlebigkeit, da sie als letzte Herbstblume blüht. Aus China gelangte die Chrysantheme im 8. Jahrhundert auch nach Japan. Am japanischen Kaiserhof fanden regelmäßig Chrysanthemenfeste statt. Eine gelbe Sorte namens "Hironishi" mit 16 Blütenblättern wurde sogar zur Blume des Kaisers und zum Symbol der kaiserlichen Familie. Eine gelb-orange Chrysantheme ist auch auf dem kaiserlichen Siegel abgebildet (daher der endgültige Name der Kollektion Kaiserliche Chrysantheme).
Quelle Wikipedia – Siegel des japanischen Kaisers
Die Chrysantheme gibt es in unzähligen Farbvarianten. Einige Arten werden sogar als Bonsai gezüchtet. In japanischen Gärten haben sie sowohl in Beeten als auch in tragbaren Gefäßen ihren festen Platz.

Mit dem Malen von Chrysanthemen habe ich 2018 begonnen. Obwohl es eines meiner neuesten Motive ist, hat ihre Malerei mehrere Phasen durchlaufen. Die erste war eine große gelbe Blume mit schwarzer Kontur und braunen Blättern. Ich finde immer noch, dass es eines meiner schönsten Bilder ist J. Gleichzeitig war es aber unglaublich zeitaufwendig und somit preislich unerschwinglich. Deshalb habe ich versucht, es von Grund auf neu zu gestalten und die detailreiche Malerei durch einen freien Stil und rot-violette Blüten ersetzt.

In der diesjährigen Kollektion Kaiserliche Chrysantheme habe ich beide vorherigen Varianten kombiniert. Die Blumen sind in einem freieren Stil gemalt (ähnlich wie die Bambusse aus der Kollektion Bambushain), aber sie sind gelb-orange mit großen dunkelgrünen Blättern.
Die Malerei auf Porzellan wird wieder im Keramikofen bei 1160°C gebrannt, was ihr eine höhere Haltbarkeit verleiht (einschließlich der Möglichkeit der Spülmaschinenreinigung). Vintage-Porzellan bemale ich jedoch immer noch mit Farben, die bei niedrigerer Temperatur gebrannt werden. Dafür gibt es zwei Gründe. Bei älterer Keramik weiß ich nicht, ob sie eine so hohe Temperatur unbeschadet übersteht, und es täte mir leid, sie zu zerstören. Mit diesen Farben erreiche ich auch eine feinere Detailzeichnung der Malerei.
Für Glaswaren habe ich wieder die Schleifmaschine mit Diamantspitze von Dimapa in Kombination mit feiner Malerei verwendet.
Darüber hinaus können Sie diese Kollektion auch auf Textilien und Schmuck sehen.
